Aktuelles

Vulkan Cross Triathlon in Schalkenmehren am 30.07.2022

Bericht ist in Erstellung, weitere Bilder folgen

 

 

Auf den Spuren der Tour de France:

Andreas Junglas und Christian Wilkening wie einst Jan Ullrich

 

Die beiden Radsportler des RSC-Untermosel haben zusammen die Tour de France in Angriff genommen, nicht die ganze Strecke und auch nicht im Feld der Profis, aber immerhin: Alpe d´Huez, den legendären Berg galt es zu bezwingen.

Fünf der legendärsten Pässe Frankreichs standen auf dem Programm des LEPAPE Marmotte Grandfondo Alpes, eines Radrennens, für das sich 5000 Teilnehmer gemeldet hatten. Es ging hinauf auf den Glandon, den Telegraph, den Galibier, den Lautaret und schließlich am Ende hoch nach Alpe d´Huez.  Jeder dieser Berge ist in den Ohren von Radsportfans Musik und allein die Namen verzaubern und ängstigen zugleich. Das Eintagesrennen über 177 Kilometer und 5000 Höhenmeter ist das wichtigste Sportevent des Sommers in den Alpen, zugelassen für maximal 7500 Teilnehmer, die aus aller Welt in das Mekka des Radsports pilgern.

Dieses Mal waren es 5000 Frauen und Männer, von denen 800 das Ziel vornehmlich wegen der erdrückenden Hitze nicht erreichten. Teilweise standen 38 Grad auf der Temperaturanzeige. Die meisten scheiterten an den 21 Serpentinen hinauf nach Alpe d´Huez.  Aber Andreas Junglas und Christian Wilkening erreichten den Gipfel. Junglas kam mit einer Zeit von 10:40:51 Stunden in der Altersklasse M50 auf den 617.Platz unter 1116 Startern. Und Christian Wilkening landete mit einer starken Zeit von 7:50:18 Stunden in der gleichen Altersklasse auf Platz 72. In der Gesamtwertung der 5000 Teilnehmer kam er auf Rang 591.

Der wichtigste Sieg für beide aber war das Glücksgefühl, den Berg besiegt zu haben. Die Durchfahrt durch das Ziel hoch oben in Alpe d´Huez entschädigte für alle Mühen. Es war ein euphorischer Moment.

Ironman Hamburg

Fünf Jahre nach unserem ersten Abenteuer Langdistanz in Roth wagten Matthias Zucchet und ich uns am vergangenen Sonntag (05.06.2022) ein zweites Mal an diese Herausforderung. Wir entschieden uns für den Ironman Hamburg und sollten diese Entscheidung nicht bereuen.

Nach einer guten Wintervorbereitung konnte ich im Frühjahr nochmal mehr Fahrt aufnehmen und einige perfekte Trainingswochen absolvieren, die nur von einer einwöchigen erkältungsbedingten Zwangspause unterbrochen wurden. Im Schwimmen machte ich große Fortschritte und während die Radeinheiten gewohnt gut liefen, gestaltete sich das Lauftraining als Drahtseilakt. Nach meiner selbst verschuldeten Hüftverletzung im letzten Jahr musste ich es dieses Mal behutsamer angehen. Ich verzichtete auf harte Intervalleinheiten und versuchte stattdessen konstant drei bis viermal die Woche locker zu laufen. Die Geduld zahlte sich aus, sodass ich im Frühjahr endlich die Laufumfänge hochschrauben konnte.

In der Woche vor dem Ironman fuhr ich nach Köln zur Leistungsdiagnostik. Auf dem Rad produzierte ich bessere Werte als zu meiner Mountainbike Zeit und der Lauftest war ebenfalls zufriedenstellend.

Mit diesem positiven Gefühl ging es dann in die letzten Tage der Vorbereitung, die mental am schwierigsten waren. Man will alles richtig machen, da der kleinste Fehler die ganze Vorbereitung zunichtemachen könnte. Meine größten Sorgen bestanden darin, jetzt noch an Corona zu erkranken oder beim Radfahren zu stürzen.

Am Freitag machten wir uns dann auf den Weg nach Hamburg, wo wir etwas außerhalb mit neun Leuten ein kleines Haus gemietet hatten. Die Stimmung war gut und alle sorgten dafür, dass Mätthy und ich uns optimal auf den Wettkampf vorbereiten konnten. Vorfreude und Anspannung lagen in der Luft. Mätthy hatte sogar noch die Nerven, am Vortag seine Kurbel auseinander zu bauen und mit Nagellack einzukleben.

Am Sonntag klingelte nachts um 03:00 Uhr der Wecker. Nach dem Frühstück, was um diese Uhrzeit alles andere als leicht runter geht, machten wir uns mit der S-Bahn auf den Weg zum Start. In der Wechselzone überprüften wir ein letztes Mal unser Material und schlüpften dann in unseren Neoprenanzug.

Zusammen mit 2800 Startern standen wir schließlich in der Startbox und bei mir machte sich große Erleichterung breit. Die Vorbereitung war nach Plan verlaufen und jetzt hatte ich es selbst in der Hand diese in ein gutes Resultat zu verwandeln. Die Vorstartstimmung bei einem Wettkampf ist einfach immer etwas ganz Besonderes.

Fürs Schwimmen hatte ich mir zwei Szenarien zurecht gelegt. Entweder an Mätthy‘s Füßen schwimmen und etwas mehr Energie investieren oder meinen eigenen Rhythmus finden, was ein eher defensiveres Schwimmen mit einer Zeit von ca. 1:05 h bedeuten würde.
Plan A musste ich dann schon nach 200m begraben. In dem dunklen/dreckigen Wasser der Innen- und Außenalster war es unmöglich die Füße von Mätthy zu erkennen, was ein einsames und gleichmäßiges Schwimmen mit einer Endzeit von 1:04:21 h zur Folge hatte. Mätthy schwamm richtig stark, sodass ich wohl auch bei klarem Wasser nicht hätte dran bleiben können. Mit meinem Schwimmen war ich aber auch sehr zufrieden, vor allem wenn man bedenkt, dass ich 2017 in Roth noch mehr als 10 Minuten langsamer war. Ein großes Dankeschön geht raus an unseren Schwimmtrainer Andreas und des Rest der Trainingsgruppe!

Dann ging es auch schon im Laufschritt durch die wohl längste Wechselzone der Welt und nach 6:24 min saß ich auf meinem Zeitfahrrad. Die ersten Kilometer liefen bedingt durch zahlreiche Überholvorgänge und schlechte Straßenverhältnisse sehr unrhythmisch. Als die Strecke aus Hamburg heraus den Damm entlang führte, pendelte sich meine Wattzahl schließlich bei den angepeilten 240-250 Watt ein. Meine Verpflegungsstrategie ging ebenfalls auf, trotzdem spürte ich ab km 160, dass mein linker Oberschenkel anfing zu verkrampfen. Ich reduzierte das Tempo und ließ es bis zur Wechselzone etwas ruhiger angehen. Nach 4:40:30 h stieg ich zufrieden vom Rad und machte mich im Wechselzelt fertig für den abschließenden Marathon. Das war für mich wieder ein großer Erleichterungsmoment, da man anders als beim Radfahren, jetzt nicht mehr durch einen Sturz oder Defekt ausgebremst werden kann.
Ich lief also los und stellte überrascht fest, dass meine Laufbeine richtig gut waren. Getragen von meiner Euphorie und der guten Stimmung an der Stecke machte ich den klassischen Fehler viel zu schnell anzugehen. Erst nach 4 km in 4:10er Pace gelang es mir auf die Bremse zu treten und mich meiner angepeilten Pace von 4:40 min/km anzunähern. Ich konnte den Lauf richtig genießen, bis dann bei km 28 so langsam der dumpfe Schmerz einsetzte, der diesen Sport so hart macht. Meine Verpflegungsstrategie war bis hierhin perfekt aufgegangen, doch jetzt musste ich mich mehrmals fast übergeben. Der Körper geriet an seine Grenzen, sodass nun vor allem mentale Stärke gefragt war. Doch was sich im Vorhinein und Nachhinein immer leicht sagen lässt, ist in dem Moment selbst dann dennoch eine riesige Qual. Es schleichen sich Gedanken ein wie „dann bin ich halt 5 min langsamer, ist immer noch eine gute Zeit“ oder „die anderen sind ja auch am Gehen“. Ich hatte heute mental einen meiner besten Tage und wurde dafür nach 9:14:22 h mit den Worten „David you are an Ironman“ belohnt. Für einen Zieljubel war keine Kraft mehr, sodass ich mich nur noch auf den Boden fallen ließ. Der Moment, nach einem gelungenen Wettkampf erschöpft und glücklich am Boden zu liegen, ist für mich definitiv einer der schönsten im Ausdauersport. Da kann man ruhig auch mal eine Träne verdrücken.
Noch schöner ist dann nur noch der Moment, wenn dein Trainingspartner und guter Kumpel schließlich ebenfalls mit einer starken Zeit ins Ziel kommt und man gemeinsam das Erreichte genießen kann.

Weils` so schön war steht am 10.07.2022 für mich bereits der nächste Ironman in Thun (Schweiz) auf dem Programm. Ob fünf Wochen Abstand zwischen zwei Ironman Wettkämpfen ausreichen? Wir werden sehen?

David

 

 

RSC Untermosel mit fast neuem Vorstand

 

 

Bei der Jahreshauptversammlung (JHV) am 07.06.2022 in Klotten stand unter anderem die Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung. Dirk Bertram stand nach 5 Jahren aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, so dass mindestens der Posten des 1. Vorsitzenden neu zu besetzen war. Der alte Vorstand hatte sich vor der JHV beraten und Gespräche mit einzelnen Vereinsmitgliedern geführt.

Der RSC Untermosel geht mit den folgenden Vorstandsmitgliedern in die nächste Legislaturperiode

V.l.n.r.: T. Bertram (Beisitzer), Robert Marquet (Sportwart), O. Beck (1.Vorsitzender), P. Walter (2.Vorsitzender), A Krawiec (Beisitzerin), W. Fuhrmann (Beisitzer), D. Loosen (Kassierer), C. Wilkening (Beisitzer), M. Pillig (Schriftführer),

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Radsportclub Untermosel